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"Ganzheitlich Sehen"
ISSN 1662-808X
3/2013 (Nr. 33)

Trennbild in den Mouches Volantes News

Einführung:

Mouches volantes: Meditation mit offenen Augen

"Ganzheitlich Sehen" ist der vierteljährlich erscheinende Newsletter des Autors und Bewusstseinsforschers Floco Tausin. Er beschäftigt sich mit den medizinischen, kulturellen und spirituellen Dimensionen von subjektiven visuellen Erscheinungen (siehe Bilder). Hauptthema ist die Erforschung einer als "Mouches volantes" (MV) bekannten Erscheinung durch die Meditation mit offenen Augen: Sind MV in Wirklichkeit eine leuchtende Bewusstseinsstruktur, in welcher wir einen Weg zu unserem Ursprung zurücklegen?

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Trennbild in den Mouches Volantes News

Inhalt der News


1) Hauptartikel: Kein Hauptartikel

2) Nestors Wissen: Das Licht der Konzentration
3) Tipps: Shanes Webseite: leuchtpunkte.ch
4) Kunst: „Blue Dragonfly“ von Surmeet Kaur
5) Aus der Wissenschaft: Entoptische Phänomene und Kreativität als Effekte der Bewusstseinsintensivierung
6) Zu guter Letzt: Feedback des Quartals

 

Trennbild in den Mouches Volantes News

Hauptartikel


Kein Hauptartikel

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Da andere Aktivitäten für mich momentan Vorrang haben, kann ich bis auf Weiteres keine Hauptartikel veröffentlichen.
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Nestors Wissen

Mein Mentor, Nestor der Seher, über das Sehen der Leuchtstruktur und die damit verbundene spirituelle Praxis.


Das Licht der Konzentration



»Heute hast du das Leuchten zum ersten Mal gesehen. Und ab heute solltest du dich beim Sehen jedes Mal soweit konzentrieren, dass deine Grundstruktur aufleuchtet. Das Sehen deiner Kugeln und Fäden wird dir also stets von neuem zeigen, wie gross deine Konzentration wirklich ist.«


Mouches Volantes - Die Leuchtstruktur des Bewusstseins.

Aus: Mouches Volantes. Die Leuchtstruktur des Bewusstseins.
Leuchtstruktur Verlag, Bern 2010, S. 289. (Quelle)

 

Nestor spricht vom Leuchten in der Bewusstseinsstruktur, das durch die Konzentration beim Sehen entsteht. Im Alltag verstehen wir Konzentration als eine aufmerksame Betrachtung eines Gegenstandes, wobei andere Sinnesreize oder Gedanken ausgeblendet werden. Dadurch erhalten wir Erkenntnisse oder können bestimmte Aufgaben lösen. Wenden wir Konzentration auf unsere MV an, erkennen wir, was dieser Bewusstseinszustand in energetischer Hinsicht bedeutet: Die Kugeln und Fäden werden kleiner, dafür schärfer und leuchtend. Das weist darauf hin, dass wir bei der Konzentration tatsächlich unseren Bildausschnitt verkleinern und dafür intensivieren. Nestor spricht auch von der „Komprimierung der Bewusstseinsschichten“, wobei sich die Energie bzw. das Licht, das wir zur Wahrnehmung des gesamten Bildes brauchen, auf diesen kleineren Ausschnitt, d.h. auf kleinerem Raum verdichtet.

Wer tiefer in das Mysterium der Leuchtstruktur eintauchen möchte, dem rät Nestor, bei der Meditation mit offenen Augen die Konzentration stets bis zum Aufleuchten der MV zu entfalten. Denn die Seher verstehen die Konzentration – und ihr Gegenpol, die Entspannung – als Wege, die Fixierung unseres Selbstes auf einer bestimmten Bewusstseinsschicht zu lösen und somit durch die Bewusstseinsschichten bzw. –zustände hindurch beweglich zu sein. Die Konzentration ist der willentliche Sehakt, der allerdings nur Bewegungen innerhalb einer Schicht ermöglicht. Begleitet durch den Aufbau der inneren Energie führt die Konzentration aber zur ekstatischen Entspannung, dem unwillkürlichen und intuitiven Sehakt, bei dem wir die Schichten des Bewusstseins durchdringen und zu unserer Quelle und Ursprung fliegen.

Literatur/Links:

 



Tipps

Tipps aus dem Internet sowie Erfahrungen, Einsichten und Umgangsformen von Leserinnen und Lesern mit entoptischen Phänomenen.


Shanes Webseite: leuchtpunkte.ch


Wenn auf der neuen Webseite des Schweizer Künstlers Shane Blunier sofort eines klar wird, dann die Vielfalt und Hingabe, mit welcher Shane am grossen Werk der Lichtvermehrung arbeitet. Alles hier dient der Reinigung, der inneren Ruhe, Entspannung und Meditation: Räucherwerk wirkt über den Geruchssinn, Shanes Lieder über den Hörsinn, Shanes Artwork und Fotografie über den Sehsinn, Badesalz und Tensegrity über den ganzen Körper – und die MV wirken über den inneren Sinn.

 

Shanes Emmental-Bild mit MV-Brücke und –Kugeln.

Shanes Emmental-Bild mit MV-Brücke und –Kugeln. (Quelle)

 

Shane liess sich von Nestors Lehre inspirieren und hat das Sehen seiner eigenen Kugeln und Fäden seitdem als ein Mittel der Bewusstseinsentwicklung praktiziert. Für das Sehen hat er auch mehrmals energetisch günstige Plätze im Emmental aufgesucht. Mit seinen Berichten und Darstellungen auf lichtpunkte.ch lässt er uns nun an seinen Erfahrungen teilhaben und gibt auch gleich Gelegenheit für die Übung des „Doppelns“. Die Webseite ist noch im Aufbau – aber wir dürfen auf die weitere Entwicklung gespannt sein!

Literatur/Links:

 



Kunst

Kunstwerke aus verschiedenen Kulturen und Zeiten, die entoptische Phänomene zeigen oder durch sie inspiriert sein könnten.


„Blue Dragon“ von Surmeet Kaur


Auch heute gibt es Künstlerinnen und Künstler, die sich durch entoptische Wahrnehmungen inspirieren lassen und entoptic art schaffen (vgl. Tausin 2007). So zum Beispiel Surmeet Kaur. Surmeet ist eine indische Malerin, für die entoptische Erscheinungen nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine spirituelle Bedeutung haben. Seit mehreren Jahren experimentiert Surmeet mit psychophysischen Praktiken, die Teil ihrer schöpferischen Arbeit sind. Diese Arbeit beginnt mit Meditation, z.B. in der Form des Tanzens, des Fokussierens der eigenen Augen im Spiegel, des Yoga oder des Sitzens. Dann setzt sie sich mit geschlossenen Augen hin und beginnt die beweglichen Linien, die sich vor ihren Augen zeigen, zu skizzieren. Sie überträgt diese Linien dann auf Leinwand und haucht ihnen dabei Leben ein.

 

Surmeets Skizze einer entoptischen Erscheinung, die später „The Blue Dragonfly“ wurde.

Surmeets Skizze einer entoptischen Erscheinung, die später „The Blue Dragonfly“ wurde.

 

„The Blue Dragonfly“ ist ein Bild der Serie „Mystique Dialogue“. Tatsächlich ist für Surmeet die Malerei ein Weg, mit dem Mystischen, aber auch mit ihrem inneren Selbst und ihrem Unbewussten in den Dialog zu treten und die tiefere Bedeutung eines aktuellen Werkes zu erfahren. Dies ist der letzte Schritt ihrer kreativen Arbeit, der manchmal erst Tage, Wochen oder Monate später vollzogen werden kann, wenn überhaupt.

 

The Blue Dragonfly, 2010. Öl auf Leinwand, 24x24“

The Blue Dragonfly, 2010. Öl auf Leinwand, 24x24“

 

Im Fall von „The Blue Dragonfly“ erinnerte sich Surmeet an eine berührende Begegnung mit einer blauen Libelle (engl. dragonfly) in einem Garten. Von diesen Erfahrungen aus forschte sie weiter und stiess auf die spirituelle Bedeutung der Libelle in einer Geschichte der amerikanischen Zuni-Indianer, welche sie hier mit uns teilt:

„Es lebte einmal in einem Tümpel unter einer Wasserlilie ein kleiner Wasserkäfer. Gemeinsam mit seiner Sippe lebte er zufrieden und ungestört. Nur hin und wieder verbreitete sich Trauer, wenn einer der Käfer dem Stängel der Lilie nach oben kletterte und auf Nimmerwiedersehen verschwand. Eines Tages verspürte auch der kleine Wasserkäfer den Drang, dem Stamm der Lilie emporzuklettern, schwor sich jedoch, zurückkommen um den anderen mitzuteilen, was sich dort oben befindet. Als er oben ankam, fiel er in einen tiefen Schlaf. Als er erwachte, hatte er sich in eine wunderschöne Libelle verwandelt, und fliegend entdeckte er die Schönheit einer grossen neuen Welt. In seinem Staunen und seiner Freude erinnerte er sich an seinen Vorsatz. Er flog zur Lilie zurück und wollte seinen Freunden sagen, dass er nicht tot sei, sondern lebendiger als je zuvor. Doch sein neuer Körper konnte nicht mehr ins Wasser eintauchen. Er verstand, dass es für ihn kein Zurück gab, und dass auch sie erfahren würden, was er jetzt wusste. So streckte er seine Flügel aus und flog freudig seinem neuen Leben entgegen!“

Literatur/Links:

  • Tausin, Floco (2007): Entoptic Art – Entoptische Erscheinungen als Inspirationsquelle in der zeitgenössischen bildenden Kunst. In: ExtremNews, 29.1.07. www.extremnews.com (27.8.13)
  • Weitere Bilder in der Galerie

Wissenschaft

Neuigkeiten aus Medizin und Kulturwissenschaft zum Thema Mouches volantes und entoptische Phänomene.


Entoptische Phänomene und Kreativität als Effekte der Bewusstseinsintensivierung


Frecska, Ede; Csaba E. Móré; András Vargha; Luis E. Luna (2012): Enhancement of Creative Expression and Entoptic Phenomena as After-Effects of Repeated Ayahuasca Ceremonies. In: Journal of Psychoactive Drugs 44, Nr. 3: 191-199

Seit 15 Jahren erhält die Forschung über psychedelische Substanzen wieder Auftrieb, nachdem sie aus politischen und gesellschaftlichen Gründen während rund 40 Jahren brachlag. Auch diese Studie aus Ungarn knüpft an ein Thema an, das die Forschung vorwiegend in den 1960er Jahren beschäftigte: die Auswirkung psychedelischer Substanzen auf die menschliche Kreativität. Im Gegensatz zu diesen früheren Studien wenden die Autoren hier einerseits moderne wissenschaftliche Forschungsmethoden zur psychometrischen Erfassung der Kreativität an. Andererseits kombinieren sie die Kreativitätsforschung mit der archäologisch-ethnografischen Forschung, die entoptische Phänomene als Inspirationsquelle der visuellen Kunst prähistorischer oder moderner Stammesgesellschaften vorschlägt. Die Autoren wollen also herausfinden, wie sich die menschliche Kreativität durch den Einsatz von Psychedelika verändert, und welche Rolle entoptische Phänomene bei diesem kreativen Ausdruck spielen.

Hierzu wurden 40 Individuen mit psychedelischer Erfahrung einem Kreativitätstest (Torrance Tests of Creative Thinking, TTCT) unterzogen, und zwar vor und nach der Teilnahme an einer zweiwöchigen Ayahuasca-Zeremonie (mit mehrmaliger Verabreichung des Getränks) in Brasilien. Eine Kontrollgruppe von 21 Personen ohne psychedelische Erfahrung machte den Test ebenfalls im Abstand von zwei Wochen, ohne an der Zeremonie teilzunehmen. Der Kreativitätstest bestand aus zwei visuellen Aufgaben: Die Teilnehmer sollten ausgehend von 35 Kreisen in acht Minuten so viele Zeichnungen wie möglich zeichnen, dann während zehn Minuten zehn vorgegebene abstrakte Formen vervollständigen. Die Resultate wurden von zwei unabhängigen Betrachtern bewertet und nach einer standardisierten Punkteverteilung ausgewertet, und zwar in Bezug auf drei Aspekte der Kreativität, nämlich „Gewandtheit“, „Flexibilität“ und „Originalität“. Dabei wurde auf das Vorkommen von sechs oft genannten Typen von entoptischen Phänomenen geachtet, nämlich Gitternetze, parallele Linien, Punkte oder kleine Flecken, Zickzack- oder gewallte Linien, ineinander geschachtelte Kurven, und gewundene Linien oder Spiralen.

 

Sechs Typen entoptischer Phänomene. Nach: Lewis-Williams und Dowson (1988)

Sechs Typen entoptischer Phänomene. Nach: Lewis-Williams und Dowson (1988)

 

Die Resultate der Studie zeigen, dass die wiederholte Ayahuasca-Einnahme keinen Einfluss auf die Gewandtheit und die Flexibilität hat, doch sie erhöht signifikant die Zahl der originellen Lösungen. Ausserdem zeichneten die Ayahuasca-Teilnehmer deutlich mehr entoptische Formen nach der Zeremonie als vorher, und auch deutlich mehr als die Kontrollgruppe. Klar wurde aber auch, dass die erfahrenen Psychedeliker im Gegensatz zu den unerfahrenen bereits vor der Ayahuasca-Zeremonie eine deutlich höhere Neigung zum Ausdruck entoptischer Formen hatten.


Kommentar von Floco

Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Aussagekraft der Studie begrenzt, wie die Autoren teilweise selber einräumen. Aus einer energetisch-ekstatischen Sicht jedoch lässt sich die Studie als weitere Einsicht in die Wahrnehmung und Interpretation entoptischer Phänomene auf der Grundlage bewusstseinsintensivierender Praktiken verstehen. Die Resultate der Studie sprechen dafür, dass solche Praktiken einen Langzeiteffekt auf die Sichtbarkeit entoptischer Erscheinungen haben, bzw. auf die individuelle Sensibilität für die Wahrnehmung solcher Erscheinungen. Dies wird durch den Umstand ersichtlich, dass psychedelisch Erfahrene bereits im Vorfeld der Ayahuasca-Zeremonie im Vergleich mit der weniger erfahrenen Kontrollgruppe eine vier- bis fünfmal höhere Neigung für den Ausdruck entoptischer Formen aufweisen. Dies bedeutet allerdings auch, dass entoptische Phänomene nicht zwingend mit kreativen Fähigkeiten zusammenhängen müssen. Denn im Gegensatz zur entoptischen Sensibilität scheinen die Faktoren der Kreativität nur kurzfristig gesteigert. Daraus folgt eine neue Erkenntnis: Die besondere Bedeutung, die die Schamanen, Seher und Künstler unterschiedlicher Zeiten und Kulturen den entoptischen Erscheinung gegeben haben, kommt womöglich nicht nur daher, dass diese Erscheinungen in intensiveren Bewusstseinszuständen gesehen werden, sondern auch, dass sie die Individuen auch längerfristig in ihrem Ausdruck prägen, unabhängig von der Form und Qualität dieses Ausdrucks.

Insgesamt kann die Studie als Argument für die Theorie verstanden werden, dass viele abstrakte und geometrische Formen in der Kunstgeschichte auf die Wahrnehmung von und die Arbeit mit entoptischen Phänomenen zurückgehen – insbesondere dann, wenn die visuellen Darstellungen durch Rituale der Bewusstseinsveränderung begleitet oder durch sie beeinflusst sind, bzw. wenn solches aus dem kulturellen Zusammenhang angenommen werden kann. Schliesslich können die Resultate der Studie auch für die Leuchtstruktur MV geltend gemacht werden. Denn einerseits gehören MV ebenfalls zu den Formen, die während intensiveren Bewusstseinszuständen wahrgenommen werden. Andererseits kann die These von den Leuchtstruktur MV als Glaskörpertrübungen bei genauerer Betrachtung nicht aufrechterhalten werden, MV sind eher als entoptisch-neurales Phänomen zu begreifen (Tausin 2011a und 2011b).

Literatur/Links:

  • Lewis-Williams, J. D.; Dowson, T. A. (1988): The signs of all times: Entoptic phenomena in Upper Paleolithic art. In: Current Anthropology 29, Nr. 2: 201-245
  • Tausin, Floco (2011a): In-depth observations on eye floaters – a challenge to ophthalmology. In: Alternative Culture Magazine. alternativeculture.com (30.8.13)
  • Tausin, Floco (2011b): Vitreous opacity vs. Nervous system – Do eye floaters arise from the visual nervous system? In: Ovi Magazine, October 31, 2011. www.ovimagazine.com (30.8.13)

 



Zu guter Letzt


Feedback des Quartals

„Hoffentlich wird es einen zweiten Teil vom Buch geben, wo Du uns erzählst, dass du Mari Eglis Möbel fertig renoviert hast.“

– Agi

„Danke für das klasse Buch. Es spricht mich mehr und mehr an.“

– Felix


Danke, Agi und Felix. Ich wünsche euch und allen Leserinnen und Lesern einen lichtvollen und warmen Herbst mit viel Zeit zum Sehen und Staunen!. Smile

Floco Tausin

 

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