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Rezension von Prof. Dr. Hans Hoerauf, Augenarzt
Die Erzählung von Floco
Tausin „Mouches Volantes – Die Leuchtstruktur des Bewußtseins“
ist gerade auch für einen Augenarzt und Glaskörperchirurgen,
der sich bereits mit der operativen Therapie von störenden
Glaskörpertrübungen beschäftigt hat und bisher die
Veränderungen nur aus schulmedizinischer Sicht betrachtet hat,
höchst interessant.
Die Erlebnisse der Berner Studenten sind spannend beschrieben und
von herrlichen Naturbeschreibungen untermalt. Allerdings setzt das
Buch voraus, sich von schulmedizinischen Erklärungen zu verabschieden,
um das Phänomen der Glaskörpertrübungen aus einer
anderen Sicht zu beleuchten. Wenn es auch schwerfällt, ein
solch neues Weltbild zu akzeptieren, so ergeben sich spannende Fragen,
wenn man Schulmedizin und Bewußtseinsstrukturen kombiniert.
Hat es eine tiefere Bedeutung, wenn sich manche Menschen von Glaskörpertrübungen
subjektiv massiv gestört fühlen, obwohl sie objektiv kaum
erkennbar sind und von den meisten nicht bemerkt werden. Würden
sich durch die Erkenntnisse Nestors für diese Patienten etwas
ändern? Was passiert nach einer chirurgischen Entfernung dieser
Trübungen mit der Leuchtstruktur des Bewußtseins? Unterstellt
man Nestors Lehre die Strukturen des Bewußtseins zu durchdringen
wäre richtig, wie verhält es sich bei einer Herabsetzung
der Sehschärfe bis hin zur Erblindung?
Nach Lektüre des Buches wird man als Augenarzt innerhalb kurzer
Zeit von der klinischen Realität eingeholt. Beim Untersuchen
eines Patienten mit störenden Glaskörpertrübungen
kommt man nach Lektüre des Buches als Augenarzt sicher eher
ins Schmunzeln, bevor man ihn mit Leuchtstrukturen des Bewußtseins
konfrontiert, da er doch eine plausible nachvollziehbare und fassbare
Erklärung für seine Symptome verlangt. Floco Tausin gelingt
es dennoch, auch das Bewußtsein eines Augenarztes auf den
Raum zwischen Innen und Außen zu richten.
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Prof.
Dr. med. Hans Hoerauf, Leitender Oberarzt und Stellvertretender
Kliniksdirektor der Augenklinik des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Campus Lübeck. Autor und Mitautor von klinischen Studien über
„Mouches volantes“.
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