Leuchtstruktur Shop: Mouches volantes – warum die Welt ohne sie ärmer wäre

Mouches volantes – warum die Welt ohne sie ärmer wäre

(Artikel von Floco Tausin, PDF-Datei)

Mouches volantes sind transparente bewegliche Punkte und Fäden in unserem Gesichtsfeld, die bei hellen Lichtverhältnissen sichtbar werden und sich mit dem Blick mitbewegen. Was bedeuten sie? Diese Frage wurde durch die Zeiten hindurch immer wieder anders beantwortet. Eine augenzwinkernde Reise in die Situationen, Gedanken und Wahrnehmungen einiger Zeitzeugen, die durch Mouches volantes inspiriert waren oder es gewesen sein könnten.

Der neolithische Steinkünstler in Dumfries and Galloway, Schottland: (blickt auf die Mouches volantes und beginnt in Stein zu hauen).

Der altägyptische Dichter: „Schütze mich, o Horus Behedeti, in deiner Gestalt als bewegliche geflügelte Sonne am Himmel; schütze mich mit deinen zwei Begleitern, den Schlangen Nechbet und Uto.“

Der vedische Priester: „Der Luftraum ist dies Zaubernetz, Netzstangen die Weltgegenden / Damit umstrickend rafft Indra der Feinde Heer hinweg.“

Ezechiel: „Und die Räder waren wie Türkis und waren alle vier eins wie das andere, und sie waren anzusehen, als wäre ein Rad im andern. Und ihre Felgen waren voller Augen um und um an allen vier Rädern.“

Der Jaina-Astrologe: „Ich grüsse euch, ihr Lichtgottheiten, die ihr in euren Fahrzeugen in der Sphäre der himmlischen Körper gleitet.“

Demokrit: „Seht die Tilai, diese Sonnenstäubchen, wie sie sich bewegen. Es sind Atome. Es sind Seelenatome.“

Galen: „Diese verdichteten Körperchen schweben getrennt in der Feuchtigkeit und rufen eine Täuschung des Sehens hervor, als ob ausserhalb des Auges schwebende Mücken zu sehen sind.“

Vasubandhu: „So wie kleine Haare, Möndchen etc., die einem Mann mit einem Augenfehler erscheinen, nicht-existent sind, so ist alles nur Bewusstsein und ohne extra-mentale Realität.“

Der Taoist: „Den Drachen muss man jagen, seinen Adern muss man folgen, ob im Himmel oder auf der Erde. So entsteht Harmonie.“