pdf Leuchtstruktur Shop: Mouches volantes in den Religionen: Der Islam – Teil 1

Mouches volantes in den Religionen: Der Islam – Teil 1: Der Koran

(Artikel von Floco Tausin, PDF-Datei)

Mouches volantes – Glaskörpertrübung oder Bewusstseinslicht? Der Blick auf die Religionen lässt vermuten, dass Mouches volantes für viele Menschen eine spirituelle Bedeutung hatten. In diesem Artikel werden Mouches-volantes-Motive im Islam vorgestellt.

Alle haben sie, fast alle sehen sie, und nur wenige schauen hin: die vereinzelten, transparenten und beweglichen Punkte und Fäden im Blickfeld. In der Augenheilkunde werden sie „Mouches volantes“ genannt und als Glaskörpertrübung verstanden. Dieser Artikel basiert auf der seherischen Erfahrung, dass Mouches volantes keine Trübung, sondern eine leuchtende Struktur und ein Ausdruck unseres Bewusstseinszustandes sind. Deshalb nenne ich sie im Folgenden „Leuchtstruktur“ oder „Leuchtkugeln“ und „Leuchtfäden“ (vgl. Tausin 2012; 2010a; 2008; 2006b).
Mouches volantes.

In meiner weiteren Forschung fand ich zahlreiche Hinweise darauf, dass die Kugeln und Fäden der Leuchtstruktur – zusammen mit anderen entoptischen Erscheinungen – bereits von früheren Menschen vieler Kulturen wahrgenommen wurden. Die Vermutung ist, dass frühe Ekstatiker oder Schamanen sie während Praktiken der rituellen Bewusstseinsveränderung gesehen, mythisch oder spirituell gedeutet und künstlerisch ausgedrückt haben (Tausin 2010b; 2006a). Und dass diese Erscheinungen von da Eingang in die frühen Zivilisationen gefunden haben oder auch immer wieder neu entdeckt wurden (Tausin 2011, 2013, 2015, 2017, 2018a). In dieser Artikelreihe entwickle ich diese Idee weiter: Als sich die Religionen als eigene Systeme herauszubilden begannen, wurden auch sie Träger der Leuchtstruktur-Symbolik. Mit dieser These widmet sich der vorliegende Artikel dem Islam.

Der Islam in Lehre und Geschichte
Der Islam ist eine monotheistische Offenbarungsreligion, die im 7. Jh. in Arabien entstand. Die Begriffe „Islam“ und „Muslim“ stammen vom arabischen Verb aslama, d.h. „sich ergeben“ oder „hingeben“. Muslim oder Muslimin ist, wer sich Gott bzw. Allah (von arab. al-ilah, „der Gott“) und dem islamischen Glauben hingibt. Zentrale Glaubensinhalte betreffen Gott, Mohammed und den Koran: Muslime glauben an denselben Gott wie Juden und Christen: den Schöpfer der Welt, Richter und Erbarmer. Mehr als Juden und Christen betonen Muslime jedoch die absolute Einzigkeit und Transzendenz von Gott. Jede Form des Polytheismus, aber auch die christliche Lehre von der göttlichen Dreiheit (Trinität) wird strikt abgelehnt. Gemäss dem islamischen Glauben hat sich Gott seinem Propheten Mohammed (ca. 570-623) offenbart...