Informationen über das Buch: Mouches Volantes - Die Leuchtstruktur des Bewusstseins.


Kopfzeile der Mouches Volantes News

Ganzheitlich "sehen"...

Die akuellen News von www.mouches-volantes.com
November 2005

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Trennbild in den Mouches Volantes News

Punkte und Fäden vor den Augen: Glaskörpertrübung oder Bewusstseinslicht?


Dies ist der Newsletter von Floco Tausin. Seit vielen Jahren widme ich mich der Erforschung von Bewusstsein und aussergewöhnlichen Bewusstseinszuständen durch Denken, Fühlen und eigenes Erleben. Die Vermittlung von Nestor, einem im Emmental lebenden Seher, führte mich zu einem ganzheitlichen Studium der sogenannten Mouches volantes: Dies sind bewegliche Punkte und Fäden vor unseren Augen, deren Veränderlichkeit erfahrungsgemäss veränderten Bewusstseinszuständen entsprechen. Die Hauptthese von Nestor, die in meiner Arbeit überprüft werden soll, ist so originell wie provokativ: Mouches volantes sind erste Erscheinungen einer leuchtenden Bewusstseinsstruktur, in welcher wir einen Weg zu unserem geistigen Ursprung zurücklegen. Diesen Weg können wir sehen und erleben. Die Punkte und Fäden haben daher nicht nur eine Schlüsselposition in der eigenen Bewusstseinsentwicklung, sondern auch das Potential, die Ideale und Werte einer Gesellschaft radikal zu verändern.

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Trennbild in den Mouches Volantes News

Neues aus der Augenheilkunde: Klinische Studie über die Pars-plana-Vitrektomie bei Glaskörpertrübungen.


Die Studie „Pars-plana-Vitrektomie bei idiopathischen Glaskörpertrübungen“ wurde im September veröffentlicht. Ziel ist es, etwas über die Sicherheit und Effektivität der Pars-plana-Vitrektomie (operative Entfernung eines Teils des Glaskörpers) auszusagen, welche allein aufgrund von subjektiv störenden Glaskörpertrübungen (Mouches volantes) durchgeführt wird. Dazu haben die Autoren die Aussagen von 24 Patienten und deren Augen (30) untersucht, die an der Augenklinik im Inselspital Bern zwischen 1992 und 2003 aufgrund von Mouches volantes vitrektomiert wurden. Das Fazit der Studie spricht klar für die Vitrektomie.

Die Studie: „Pars-plana-Vitrektomie bei idiopathischen Glaskörpertrübungen“ wurde im September veröffentlicht. Ziel ist es, etwas über die Sicherheit und Effektivität der Pars-plana-Vitrektomie (operative Entfernung eines Teils des Glaskörpers) auszusagen, welche allein aufgrund von subjektiv störenden Glaskörpertrübungen (Mouches volantes) durchgeführt wird. Dazu haben die Autoren die Aussagen von 24 Patienten und deren Augen (30) untersucht, die an der Augenklinik Bern zwischen 1992 und 2003 aufgrund von Mouches volantes vitrektomiert wurden.

Das Resultat: Alle Patienten wurden bezüglich störender Glaskörpertrübungen „asymptomatisch“ und sind mit der visuellen Funktion zufrieden, wobei meistens die Sicht verbessert wurde oder gleich geblieben ist. Die Kehrseite der Medaille: In 5 von 30 Augen ergab sich eine Verschlechterung der Sicht aus verschiedenen bekannten und unbekannten Gründen; in 5 weiteren Augen musste die Linse ersetzt werden (grauer Star); 4 Augen mussten nachträglich operiert werden, da sich eine Nachtstarmembran gebildet hatte; bei 5 Augen erhöhte sich der Innendruck, so dass eine drucksenkende Therapie eingeleitet werden musste. Von „Komplikationen“ wird nur in Fall eines einzigen Auges gesprochen, wo sich nach der Vitrektomie über Jahre hinweg krankhafte Veränderungen im Auge bildeten, welche durch Laser und Chirurgie behandelt werden mussten.
Während die meisten Trübungen von Patienten als „stark“ oder sogar „sehr stark“ störend empfunden wurden, konnten die Ärzte objektiv nur „ausgeprägte“ bzw. „mässige“ Trübungen in den Augen nachweisen. Anstatt das Problem einfach in die Psychen solcher Patienten zu verlegen, sprechen sich die Autoren der Studie dafür aus, den schwer quantifizierbaren subjektiven Leidensdruck als wichtiges Kriterium für die Bedingungen einer Pars-plana-Vitrektomie zu berücksichtigen.

Das Fazit der Studie ist eindeutig: In 96% der Fälle wurde die Trübung vollständig entfernt, 92% der Patienten sind auch noch Monate und Jahre nach dem Eingriff mit dem Resultat zufrieden und überzeugt. Eine Pars-plana-Vitrektomie aufgrund „idiopathsicher“ (subjektiv störender) Glaskörpertrübungen bzw. Mouches volantes „vermag in solchen Fällen zur subjektiven Zufriedenheit und Verbesserung der Lebensqualität beizutragen“, auch wenn der objektive biomikroskopische Befund „wenig eindrücklich“ ist. Der subjektive Leidensdruck soll dabei vom Arzt gegen das individuelle Komplikationsrisiko abgewogen werden.

Literatur:
Roth, M. et al.: Pars-plana-Vitrektomie bei idiopathischen Glaskörpertrübungen, in: Klinische Monatsblätter der Augenheilkunde Nr. 222, 2005, S. 728-732.

 



Kommentar zur Studie von Floco Tausin


Floco Tausin über die Gründe, weshalb die Vitrektomie zunehmend als sichere Methode gegen Glaskörpertrübungen angepriesen wird; über die chirurgische Behandlung, welche letztlich eine psychologische Behandlung ist; und über die tiefere Bedeutung des Umstandes, dass sich Ärzte bei dieser Operation vorwiegend auf die subjektiven Aussagen des Patienten verlassen müssen.

Mouches volantes werden in dieser Studie nicht in einem Atemzug mit Komplikationen im Auge in Verbindung gebracht, wie dies teilweise in der früheren Literatur geschieht. Hier ist ganz klar von harmlosen Mouches volantes die Rede, welche als „idiopathisch“ bezeichnet werden, d.h. subjektiv störend bzw. krankhaft einzig für den Patienten sind. Denn der objektive Befund über Trübungen in einem Auge entspricht in den meisten Fällen nicht der viel stärkeren subjektiven (negativen) Empfindung des Patienten.

Früher unterstellten die Ärzte solchen Patienten „Somatisierung“ (psychische Leiden drücken sich körperlich aus) bzw. „Aggravation“ (Krankheitserscheinungen werden übertrieben dargestellt). Die Durchführung einer Vitrektomie allein wegen Mouches volantes schien übertrieben und der Nutzen stand in keinem Verhältnis zu den Risiken. Ein Patient, der sich an seinen Mouches volantes störte, war somit ein Fall für die Psychiatrie.

Die Aufwertung des Subjektiven
In den letzten Jahren häufen sich in der Augenheilkunde die Stimmen, eine Vitrektomie vorwiegend aufgrund der „subjektiven Befindlichkeit“ des Patienten durchzuführen. In solchen Fällen wird die Vitrektomie zu einer Art Schönheitsoperation; die Mouches volantes reihen sich in die traurig lange Liste körperlicher Schönheitsfehler ein und erzeugen so wie die zu krumme Nase oder die abstehenden Ohren einen „subjektiven Leidensdruck“, welcher in unserer modernen Gesellschaft offenbar ein ernstzunehmendes Kriterium für einen chirurgischen Eingriff ist.

Woher kommt dieser Wandel? Zwei Gründe scheinen mir wichtig: 1) Die Weiterentwicklung der Medizintechnik; und 2) die Nachfrage der Patienten, die aufgrund von bestimmten, durch die Medizin geprägten gesellschaftlichen Vorannahmen und Wertvorstellungen zustande kommt. Auf diese beiden möchte ich näher eingehen:

1) Technischer Fortschritt
Die Technik der Vitrektomie hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt: Die Komplikationen und Nachwirkungen der Operation sind laut neusten klinischen Studien weniger haarsträubend als früher. Die Resultate der vorliegenden Studie sind jedoch mit Vorsicht zu geniessen: Es wurden nur eine kleine Anzahl von Patienten aufgrund bestimmter Kriterien ausgewählt, und die Patienten wurden im Nachhinein mittels Fragebogen zu ihrer subjektiven Befindlichkeit befragt. Die Schlussfolgerung der Studie, dass die Vitrektomie eine „sichere und effektive Behandlungsmethode bei störenden Glaskörpertrübungen“ sei, ist angesichts der noch immer auftretenden Nachwirkungen übertrieben: Verschlechterungen der Sicht aufgrund von Trübungen und Verhärtungen der Hornhaut und der Linse, Druckerhöhung im Auge sowie ernstere vitroretinale Komplikationen können auftreten. Zudem können laut Patientenberichten und Ärzten (nicht in dieser Studie) auch nach durchgeführter Vitrektomie erneut Mouches volantes erscheinen, da der Glaskörper nicht ganz, v.a. nie bis ganz an die Netzhaut heran entfernt werden darf.

2) Wert- und Idealvorstellungen gegen Mouches volantes
Die Nachfrage an einer „Lösung“ des „Problems“ der Mouches volantes basiert auf bestimmten gesellschaftlichen Vorannahmen und Idealvorstellungen, welche die jeweiligen Menschen zu einem grossen Teil verinnerlicht haben. An solchen Vorstellungen ist auch die Medizin nicht unschuldig: Mouches volantes werden als „Anomalien“ wahrgenommen, d.h. als Abweichung von der Norm bzw. von einem Idealzustand. Solche Abweichungen werden ausschliesslich negativ bewertet und verlangen nach Behandlung – selbst wenn es sich nach ärztlichem Befund nicht um eine Krankheit handelt. Die chirurgische Entfernung des Glaskörpers wird hier zu einer psychologischen Behandlung: Es ist der Versuch eines Menschen, die Norm bzw. die Ordnung in seiner kleinen Welt wiederherzustellen, welche durch eine „Anomalie“, nämlich die Mouches volantes, bedroht wird.

Bedenklich ist, dass die zunehmend propagierte Vitrektomie-Behandlung dem Mouches-volantes-Patienten erlaubt, dieses psychische Problem zu kaschieren: Sie bestätigt indirekt, dass das Leiden des Patienten „real“ ist und nicht nur „imaginiert“, d.h. eben vom Chirurgen, nicht vom Psychiater behandelt werden muss. Im Klartext: Wer wegen Mouches volantes zum Psychiater geht, könnte als „Idiot“ gelten; wer damit zum Chirurg geht, gilt höchstens als „Idiopath“.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die in der Studie genannte Feststellung, dass sich Akademiker im Verhältnis zur Schweizer Gesamtbevölkerung doppelt so häufig an den Mouches volantes stören, wie Angehörige anderer Berufsgattungen. Liegt dies daran, dass die Akademiker aufgrund ihrer intensiven Lesetätigkeit entsprechend auf einen „klaren Blick“ angewiesen sind, wie die Autoren vermuten? Oder ist es nicht eher die Vorliebe für eine pedantische „Ordnung“, welche bei auch kleinen Abweichungen das psychische Wohlbefinden bei so manchem Vertreter der intellektuellen Elite empfindlich beeinträchtigt?

 

Fazit: Betrachtung der Mouches volantes – eine ideologische Frage
Der springende Punkt ist der: Wenn selbst die Augenärzte die subjektiven Aussagen ihrer Patienten höher gewichten müssen als das, was sie mit ihren Messgeräten selbst feststellen können, wird die Frage, was Mouches volantes sind, eine rein ideologische Frage. Und damit gewinnt die Aussage des Sehers Nestor neues Gewicht: Ihm zufolge handelt es sich bei den Mouches volantes um erste Erscheinungen einer leuchtenden Bewusstseinsstruktur; diese Punkte und Fäden leuchten durch vermehrte Energieabgabe auf, welche spürbar ist als ekstatisches Prickeln. Dies ist der visuelle Aspekt der Bewusstseinsentwicklung.

Auch hier haben wir es mit einer subjektiven Aussage zu tun, die objektiv nicht überprüfbar ist. Trotzdem fällt es den meisten Menschen unendlich schwerer, Mouches volantes als leuchtende Bewusstseinsstruktur zu verstehen, denn als störende Verklumpungen im Auge. Was sie daran hindert, die These von Nestor auch nur in Erwägung zu ziehen, ist nicht so sehr die Tatsache, dass ihnen die Mouches volantes als störende Trübungen erscheinen und nicht als leuchtende Struktur; sondern dass sie sich schlicht nicht vorstellen können, dass aus ihren störenden Trübungen bei konsequent angewandten bewusstseinsfördernden Übungen eine leuchtende Struktur werden kann.

Der erste Schritt auf dem Weg der Bewusstseinsentwicklung ist somit eine ideologische Entscheidung, nämlich die Entscheidung für ein entsprechendes Weltbild, welches mit „Anomalien“ wie den Mouches volantes etwas Kreativeres anfangen kann, als der operative Versuch sie abzusaugen. Weltbilder eröffnen oder verschliessen ganze Welten.

Dankeschön an die Rezensentinnen und Rezensenten für die Buchbesprechung von „Mouches Volantes“

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich nochmals bei all den Lesern bedanken, die sich die Zeit genommen haben, um sich eigene Gedanken über „Mouches Volantes“ zu machen und mich daran teilhaben zu lassen. Eure oft detaillierten, erbauenden, liebevollen, witzigen, aber auch distanzierten und skeptischen Buchbesprechungen haben mich sehr gefreut und mir weitere Perspektiven auf das Thema „Mouches volantes“ in Verbindung mit Bewusstseinsentwicklung ermöglicht. Ganz herzlichen Dank!

Bisherige Rezensionen wurden auf meiner Website veröffentlicht.

Hier gehts zu den Rezensionen ...



Übrigens: Hildegards Gesundheitstip gegen Mouches volantes


Ein pikantes Mittelchen gegen Glaskörpertrübungen (Mouches volantes) – aus der Naturküche der berühmten Mystikerin und Seherin Hildegard von Bingen.

Hildegard von Bingen (1098-1179), eine der bedeutendsten deutschen Mystikerinnen des Hochmittelalters, bezog sich bei ihren Verkündigungen auf ihre seherische Gabe, nämlich die Schau des „lebendigen Lichts“ bzw. des Heiligen Geistes in Form von Licht- und Flammenkreisen. Solche Wahrnehmungen könnte man durchaus als die Wahrnehmung von Mouches volantes in intensiveren Bewusstseinszuständen interpretieren, doch gemäss der Darstellung des „Bund der Freunde Hildegards e.V.“ dachte Hildi eher nüchtern über die konkreten Punkte und Fäden und führte sie auf ein Augenleiden zurück.

Hier der Gesundheitstip aus Hildis Naturküche, um den Glaskörpertrübungen (und anderen Augenleiden) den Garaus zu machen:

Man nehme die frische Galle eines Hahns (oder Henne) und mische sie mit doppelt soviel Poleisaft (Saft von Gewürz- und Arzneipflanzen) und ein wenig Wein. Man bestreiche darauf die Augenlider mit der Flüssigkeit und lasse auch einen Tropfen in die Augäpfel einträufeln.

Achja, das waren noch Zeiten. Hildi wusste noch nichts von Vitrektomien und Vogelgrippen ...

Nachahmung nicht empfohlen.



Zu guter Letzt: Kritik des Quartals


„Kann es sein, dass Ihr ein bissl deppert seid?“
-- Dr. med. R. H., Augenarzt aus L., der auf ein Rezensionsangebot von „Mouches Volantes“ antwortet.

Nun ja, Kritik an meiner Arbeit ist stets willkommen, doch gerne würde ich mich mit einer etwas ausführlicheren und konstruktiveren Kritik beschäftigen.

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