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Kopfzeile der Mouches Volantes News

Ganzheitlich "Sehen"...
ISSN 1662-808X

 

Die akuellen News von www.mouches-volantes.com
September 2010 (3/10)

Trennbild in den Mouches Volantes News

Punkte und Fäden im Gesichtsfeld: Glaskörpertrübung oder Bewusstseinslicht?

Dies sind die neusten Mitteilungen von "Ganzheitlich Sehen". Ich bin Floco Tausin, Bewusstseinsforscher, Autor und Initiator dieses spirituellen Projekts. "Ganzheitlich Sehen" widmet sich einem ganzheitlichen Studium der entoptischen Erscheinungen, v.a. den "Mouches volantes" (frz. für fliegende Mücken), siehe Bilder: Wir sehen sie als bewegliche Punkte und Fäden in unserem Gesichtsfeld. Erfahrungsgemäss besteht ein Zusammenhang zwischen veränderten Bewusstseinszuständen und der Art ihrer Erscheinung. Die neuartige und provokative Hauptthese dieses Projektes lautet daher: Mouches volantes sind erste Erscheinungen einer leuchtenden Bewusstseinsstruktur, in welcher wir einen Weg zu unserem geistigen Ursprung zurücklegen. Diesen Weg können wir sehen und erleben. Die Punkte und Fäden haben daher als Konzentrations- und Meditationsobjekt eine Schlüsselposition in unserer Bewusstseinsentwicklung.

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Trennbild in den Mouches Volantes News

Inhalt der News (3/10)


1) Hauptartikel: Mouches volantes – warum die Welt ohne sie ärmer wäre

2) Lesertipp: Celestine: Das Sehen der Energiefelder
3) Nestors Wissen über Mouches volantes: Der innere Sinn
4) Bilder des Quartals: Realistische Darstellung von Shane; spirituell-religiöse Kunst von Christine Salopek
5) In eigener Sache: 1) Veröffentlichungen von Floco Tausin; 2) „Mouches Volantes – Eye Floaters“ als Ebook
6) Zu guter Letzt: Feedback des Quartals

 

Trennbild in den Mouches Volantes News

Hauptartikel


Mouches volantes – warum die Welt ohne sie ärmer wäre

Mouches volantes sind transparente bewegliche Punkte und Fäden in unserem Gesichtsfeld, die bei hellen Lichtverhältnissen sichtbar werden und sich mit dem Blick mitbewegen. Was bedeuten sie? Diese Frage wurde durch die Zeiten hindurch immer wieder anders beantwortet. Eine augenzwinkernde Reise in die Situationen, Gedanken und Wahrnehmungen einiger Zeitzeugen, die durch Mouches volantes inspiriert waren oder es gewesen sein könnten.

 

Der Hauptartikel ist nicht frei zugänglich.

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Lesertipp


„Celestine: Das Sehen der Energiefelder“

Die Vorstellung, dass geistiges Licht oder Energie auf eine direkte Art und Weise für uns Menschen wahrnehmbar ist, ist weit verbreitet. Die Wahrnehmung von Auras, Chi, Prana oder Orgon sind nur einige Beispiele. Für die Seher um Nestor zeigt sich die Wahrnehmung von Energie in der Form der entoptischen Erscheinungen wie Mouches volantes. Der Leser Heiko weist im Zusammenhang mit entoptischen Erscheinungen auf die Energiewahrnehmung in James Redfields „Celestine“-Romanen hin – ein Anlass, um den Ähnlichkeiten und Unterschieden in der Energiewahrnehmung bei Celestine und bei den Sehern auf den Grund zu gehen.

 

„Es gibt da noch einen interessanten Versuch zum sehen von Energiefeldern der mit dem blauen Himmel bei schönem Wetter zu tun hat. Der genaue Versuch ist in dem Buch Celestine beschrieben. … Ich denke dieses Phänomen wurde bisher auch nur sehr wenig erforscht.“

Heiko

 

Der US-amerikanische Schriftsteller James Redfield landete 1993 mit seinem spirituellen Roman „Die Prophezeungen von Celestine“ einen Welterfolg. Redfield kombinierte westliche Psychologie und östliche spirituelle Lehren mit einer Verschwörungsgeschichte um eine Serie von Prophezeiungen über ein neues, spirituelles Weltzeitalter. Dass die Ideen von Redfield für viele Menschen mehr sind als nur Fiktion, zeigt eine weltweite engagierte Community, die Reisen, Workshops und Seminare veranstaltet, Celestine-Arbeitsgruppen organisiert und Übungs-Anleitungen produziert – alles im gemeinsamen und individuellen Bestreben, die mittlerweile 11 Erkenntnisse von Celestine (Redfield arbeitet gegenwärtig an der 12. Erkenntnis) im Lebensalltag umzusetzen.

Mit dem Thema Energie beschäftigt sich die dritte Erkenntnis der Prophezeiungen von Celestine. Sie besagt, dass die Menschen gegen Ende des zweiten Jahrtausends verstehen werden, dass das gesamte Universum aus Energie besteht, die von allen Dingen und Wesen ausgeht. Dieses Verständnis ist keine intellektuelle Einsicht, sondern basiert auf direkter Wahrnehmung: Nehmen wir die Welt als Energie wahr, verändert sich unser Verständnis des Universums – von einem materialistischen hin zu einem energetisch-integralen.

Der Held in Redfields Roman macht in den schönen Gärten der Viciente Lodge im peruansichen Dschungel Bekanntschaft mit der Wissenschaftlerin Sarah und mit ihrem Gefährten Phil, die ihn in die dritte Erkenntnis und das Sehen der Energie einführen. Der Protagonist lernt, dass bestimmte Fähigkeiten und Umstände für das Sehen von Energie förderlich sind, z.B. ein Blick für die Schönheit der Natur, vegetarische Ernährung, und bestimmte Tageszeiten (Morgendämmerung). Zunächst lernt er, Energie zwischen seinen Fingern wahrzunehmen, wobei er mit der Sehschärfe bzw. dem weichen Blick experimentieren muss:

 

»Lehnen Sie sich zurück, und führen Sie die Spitzen Ihrer Zeigefinger zusammen. Behalten Sie den blauen Himmel im Hintergrund. Jetzt entfernen Sie die Fingerspitzen voneinander, ungefähr einen Zentimeter, und schauen direkt auf den Abstand zwischen den Fingern. Was sehen Sie dort?«
»Ein Staubkorn auf meiner Netzhaut.«
»Vergessen Sie das«, sagte er. »Bewegen Sie die Finger aufeinander zu und wieder weg, und fixieren Sie dabei den Brennpunkt Ihrer Augen.«
Während er sprach, bewegte ich meine Finger, unsicher darüber, was er mit dem Brennpunkt meiner Augen meinte. Schließlich starrte ich ungefähr auf den Abstand zwischen den beiden Fingern. Beide Spitzen waren jetzt leicht verschwommen, und plötzlich sah ich etwas wie dünne Rauchschwaden, die die beiden Fingerspitzen zu verbinden schienen.
»Gütiger Himmel«, sagte ich und beschrieb ihm, was ich sah.
»Das ist es! Das ist es!« sagte er. »Jetzt experimentieren Sie ein wenig damit.«
Ich brachte alle vier Fingerspitzen zusammen, dann meine Handflächen und schließlich meine Unterarme. In jedem Fall war ich in der Lage, deutliche Energiestränge zu erkennen, die zwischen meinen Körperteilen verliefen.

 

Der Protagonist (im Film: John) übt das Sehen der Energie.

Der Protagonist (im Film: John) übt das Sehen der Energie. (Quelle)


Im folgenden wird der Held Zeuge unterschiedlicher energetischer Phänome und Vorgänge um Pflanzen und Menschen. Er erkennt die Energie zwischen Sarah und Phil als „gelblich, mit einem Stich ins Rosafarbene“. Er sieht das weissliche transparente Licht um alle Pflanzen in der Umgebung. Und er verfolgt die Energieprojektion von Sarah auf eine Pflanze.

 

„Eine Wolke des weissen Lichts, welche ihren Körper umgab, sprang förmlich vorwärts und umhüllte den Philodendron“ – Sarah (im Flim: Julia) speist den Philodendron mit ihrer Energie.

„Eine Wolke des weissen Lichts, welche ihren Körper umgab, sprang förmlich vorwärts und umhüllte den Philodendron“ – Sarah (im Flim: Julia) speist den Philodendron mit ihrer Energie. (Quelle)


Ein weiteres sichtbar-energetisches Phänomen sind die Auren von Menschen, die einander Energie zu rauben versuchen, um das Gegenüber zu kontrollieren, ein Vorgang, den Redfield als „Kontrolldramen“ bezeichnet. Im gleichnamigen Film von 2006 wird dies als farbige Auren dargestellt.

 

Der Protagonist John versucht sich Marjorie durch Manipulation anzunähern. Julia sieht die Auras der beiden.

Der Protagonist John versucht sich Marjorie durch Manipulation anzunähern. Julia sieht die Auras der beiden. (Quelle)


In Redfields Verständnis von Energie und deren Wahrnehmung – sowie in der ästhetischen Umsetzung im Film – treffen sich mehrere traditionelle und moderne Vorstellungen über das Thema. Einige davon decken sich mit der Lehre der Seher um Nestor. Beispielsweise dass kosmische Energie durch den Menschen fliesst, dass wir uns dieser Energie öffnen und sie auch wahrnehmen können. Und dass es dazu gewisse Anstrengungen und einen bestimmten Lebensstil von seiten der Übenden bedarf. Auch die Praxis, den Fokus von der äusseren Welt zu lösen (den Blick „weich“ halten), kommt in beiden Übungsanleitungen vor. Übereinstimmend ist weiterhin der Gedanke, dass Energiewahrnehmung eine höhere Form der Wahrnehmung darstellt, die Ausdruck einer fortgeschrittenen Spiritualität eines Individuums ist. Und schliesslich gibt es in beiden Vorstellungswelten auch Reflektionen zu möglichen physiologischen Entsprechungen: Ich habe die Wahrnehmungen der Seher im Rahmen der in der Augenheilkunde bekannten entoptischen Phänomene wie Mouches volantes beschrieben. Redfield lässt ebenfalls eine augenheilkundliche Erklärung für die Energiewahrnehmung einfliessen: Im Roman hatte ein Augenheilkundler in Viciente die Energiefelder sehen gelernt und kam „zu dem Schluss, dass manche Leute sogenannte ‚faule‘ Rezeptoren in den Augen haben. … Seiner Schlussfolgerung nach geht es bei der Beobachtung der Energiefelder ebenfalls darum, stillliegende Rezeptoren zu erwecken, etwas, wozu theoretisch jeder in der Lage ist.“

Die Art der Wahrnehmung der Energie, und die damit verbundene Interpretation des Gesehenen, sind jedoch unterschiedlich. Bei Redfield erscheint die Energie als amorphe farbige Wolken um Lebewesen bzw. zwischen ihren Körpergliedern. Sie kann nicht vom betrachteten Gegenstand losgelöst werden, sie erscheint als Teil des äusseren Bildes. Die Seher hingegen konzentrieren sich, um die energetischen Entsprechungen der äusseren Welt auf der „inneren Leinwand“ zu sehen. Die farbigen (Nachbilder) oder nicht-farbigen (Sternchen, Mouches volantes) Lichterscheinungen sind dann nicht mehr an die Objekte oder Wesen der äusseren Welt gebunden.

Mit diesem Unterschied sind auch unterschiedliche Zweckvorstellungen verbunden: Redfield stellt die wahrnehmbare Energie in Einklang mit der Aura-Lehre dar, wonach Lebewesen Energie abstrahlen. Diese Energie ist mit Informationen über den Zustand des Wesens versehen, die sich in ihrer Färbung und Bewegung zeigt. Hier lässt sich auch die Vorstellung von Kraftorten integrieren: Viciente ist ein solcher Kraftort, „die Energie dort macht dich high wie einen Drachen“, sagt der Führer des Helden, Wil. Die Energie kann auch zielgerichtet auf andere Objekte oder Wesen übertragen werden. Bei Redfield hat das Sehen von Energie also die Funktion der Informationgewinnung, oder ist Gegenstand der Manipulation um ein „schnelleres Eintreffen von Ereignissen“ wie z.B. das schnellere Wachstum von Pflanzen herbeizuführen.

Bei den Sehern hingegen ist das meditative Wahrnehmen der Energie selbst das Ziel; sie sind nicht daran interessiert, über einzelne Dinge im äusseren Bild Informationen zu erhalten und diese zu verändern, sondern den Ursprung des äusseren Bildes und seiner Objekte als energetische Struktur zu erkennen. Dieses Sehen bewirkt gemäss den Sehern Ekstase, Präsenz und befreiendes Wissen über das Sein. Dieser Aspekt ist in Redfields Buch nur ansatzweise beschrieben. Im Film gibt es immerhin einen Hinweis: John gelangt als Gejagter auf den Gipfel eines Berges und hat ein mystisches Erlebnis. Dabei nimmt er die ganze Umgebung farbiger und näher wahr, er selbst fühlt sich ruhig, geborgen, glücklich.

 

Unio mystica auf dem Gipfel.

Unio mystica auf dem Gipfel. (Quelle)


Die Energiewahrnehmung hat also bei den Sehern eine viel wichtigere Bedeutung als bei Redfield, wo sie nur ein früher Teil einer ganzen Reihe von Erkenntnissen darstellt. Entsprechend rar sind die Bezüge auf der Webseite der deutschen Celestine-Community. Bei der Vorstellung der dritten Erkenntnis ist nur ein kurzer Abschnitt dem Thema gewidmet, der einzig die Voraussage wiederholt, dass Energie schon jetzt für einige wahrnehmbar ist und es für viele werden wird – jedoch nicht für alle. Bezeichnenderweise endet der Abschnitt mit den beruhigenden Worten: „Das wichtigste ist jedoch die Akzeptanz des Bestehens universeler Energie“ – nur keinen Wirbel machen um das Sehen der Energie-Strukturen.

Quellen:

  • Handl, Peter (n/a). Celestine. Der Aufstieg des Adlers zur Sonne. Reflexionen zu den Erkenntnissen über den Weg des Menschen, den Grund seines
  • Lebens, sowie der evolutiven Entwicklung des Menschen und der Erde. Kössner: www.maya.at (30.8.10)
  • Redfield, James. (2000). Die Prophezeiungen von Celestine. München: Wilhelm Heyne Verlag
  • Die Prophezeiungen von Celestine (USA 2006)
  • Filmausschnitt aus Celestine: John übt das Energiesehen: www.youtube.com (30.8.10)
  • Offizielle Webseite der deutschen Celestine-Community: www.celestinecommunity.de (31.8.10)
  • Webseite des Celestine-Filmes: www.celestinederfilm.de (1.9.10)

 



Nestors Wissen über Mouches volantes


Der innere Sinn

Mouches volantes und ihre Bedeutung wurden je nach Zeit, Kultur und Persönlichkeit der Beobachterin oder des Beobachters verschieden interpretiert. Eine spirituell bedeutsame Ansicht über die Mouches volantes erfahren wir von Nestor dem Seher, bei dem ich gelernt habe und dessen Lehre ich im Buch „Mouches Volantes. Die Leuchtstruktur des Bewusstseins“ festgehalten habe. In dieser Rubrik soll jeweils ein entsprechender Auszug aus dem Buch präsentiert und erklärt werden.


"
»Um zu erkennen, was diese Struktur wirklich ist, braucht es mehr als nur die körperlichen Augen: Es braucht den inneren Sinn«, erklärte er. »Der innere Sinn ist wie ein inneres Auge. Ein Mensch, der seinen inneren Sinn vollständig ausgebildet hat, ist ein Seher. Er hat seinen inneren Sinn ausgebildet, indem er sich immer wieder auf seine Grundstruktur konzentriert hat; denn in dem Augenblick, wo er sich vollkommen auf diese konzentriert, zieht er die Energie aus seinen äusseren Sinnen ab und leitet sie in den inneren Sinn.«

"

Mouches Volantes - Die Leuchtstruktur des Bewusstseins.

Aus: Mouches Volantes. Die Leuchtstruktur des Bewusstseins.
Leuchtstruktur Verlag, Bern 2010, Kapitel „Mouches volantes“, S. 199. (Quelle)


Nestor gibt hier eine Antwort auf die Frage, wie wir die Mouches volantes wahrnehmen können. Für unser Alltagsverständnis gibt es da keine Frage: Wir sehen die Punkte und Fäden mit unseren Augen. Für Nestor jedoch kommt zum körperlich-visuellen Sehen noch eine weitere Dimension der Wahrnehmung hinzu: das Sehen mit dem „inneren Sinn“. Dies steht im Einklang mit bestehenden spirituellen Vorstellungen, wonach wir Menschen eine Wahrnehmung entwickeln können, die über die körperliche Sinneswahrnehmung hinausgeht (vgl. die Rubrik „Lesertipp“). Es ist eine feinstoffliche Wahrnehmung, die feinstoffliche Phänomene registriert. Die wohl bekannteste und am häufigsten verwendete Metapher hierfür ist das „dritte Auge“. Nestor spricht von einem „inneren Sinn“. Dieser innere Sinn steht in Wechselwirkung mit den „äusseren Sinnen“ wie Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten. Nach der Energielehre der Seher verbraucht unsere Sinnestätigkeit Energie. Das Zurückziehen der Sinne von den weltlichen Sinnesobjekten, wie es in der Meditation praktiziert wird, schränkt diesen unablässig stattfindenden Energieverbrauch zeitweilig ein. Die freigewordene Energie wird umgeleitet, oft verstärken sich Fühlen und Denken. Um den inneren Sinn zu entwickeln wird die Konzentration auf ein inneres Meditationsobjekt gerichtet. Dies kann beispielsweise ein Gedanke, ein inneres Bild oder ein innerer Klang sein.

Die Seher empfehlen, die Aufmerksamkeit in dieser meditativen Situation auf innere visuelle Phänomene zu lenken, d.h. auf entoptische Erscheinungen wie Mouches volantes. Durch die Konzentration auf Mouches volantes wird der innere Sinn entwickelt, und durch die Verbindung des inneren Sinns mit dem Sehsinn intensivieren sich die feinstofflichen Objekte des inneren Sehens. Die oder der Übende nimmt Mouches volantes mit der Zeit anders wahr als Menschen, die ihre Punkte und Fäden lediglich mit den fleischlichen Augen betrachten. Deshalb ist Nestor der Ansicht, dass sich die wahre Natur der Mouches volantes nur denjenigen enthüllt, die sie mit Hilfe des inneren Sinns sehen.

Diese Interpretation der Seher geht vom Sehen aus: Das Sehen der Mouches volantes gibt den Sehern Aufschluss darüber, wieweit sie ihren inneren Sinn bereits ausgebildet haben. In meinem zweiten Buch werde ich eine Konstellation von Mouches volantes beschreiben, die zu sehen für die Seher um Nestor bedeutet, den inneren Sinn „vollkommen“ ausgebildet zu haben und somit ein „Seher“ zu sein.

Literatur:



Bilder des Quartals


In dieser Ausgabe:
Realistische Darstellung von Shane; spirituell-religiöse Kunst von Christine Salopek

Die Rubrik "Bilder des Quartals" stellt realistische, künstlerische und/oder spirituelle/religiöse Darstellungen aus verschiedenen Kulturen und Zeiten vor, die entoptische Phänomene zeigen oder durch sie inspiriert sein könnten:


Realistische Darstellung von Shane

Als Kind spielte Mouches-volantes-Leser Shane oft mit den leuchtenden Kreisen und Fäden, ohne damit besondere Absichten oder Interpretationen zu verknüpfen. Es folgte eine Zeit, in welcher er keine Mouches volantes mehr sehen konnte. Dann, durch die Beschäftigung mit bewusstseinssteigernden Praktiken wie dem “Träumen” nach Carlos Castaneda wurde er wieder auf diese Punkte und Fäden aufmerksam.

 

Shane: Realistische Darstellung von Mouches volantes

Shane: Realistische Darstellung von Mouches volantes (Quelle)


Heute braucht Shane seine Mouches volantes für Konzentrationsübungen. Neben den üblichen Punkten und Fäden, die die typischen Formen der Mouches volantes aufweisen, sieht er manchmal auch ein kleines helles “Wurmloch”. Es ist grösser als die anderen Mouches volantes Kugeln und weist im Inneren viele nach innen verlaufende Stränge auf. Aus physiologischer Sicht könnte es sich um ein anderes entoptisches Phänomen handeln. Doch über die Bedeutung dieses “Wurmlochs” in spiritueller Hinsicht konnten Shane und ich bisher nur spekulieren. Möge es sich Shane beizeiten eröffnen, ob und welchen Sinn dieses Phänomen in seinem Leben hat!

 

Spirituell-religiöse Kunst von Christine Salopek

Es waren Augenblicke tiefster Depression, die sich in ein Einweihungserlebnis verwandeln sollten: Auf ihrer Terrasse sitzend und mit ihrem Schicksal ringend sah Christine Salopek „aus der Ferne riesige Spiralen“ auf sie zukommen. In diesem ersten, tief berührenden Sehen sah sie nicht nur Abstraktes, sondern auch etwas „wie Kindergesichter, die mir diese Energie überbrachten.“ Die heute als Heilerin tätige Christine berichtet in der Zeitschrift PULSAR, wie diese Zeichen seit diesem Tag bei ihr sind und sich verändert haben: „Sie sind gewachsen zu riesigen Energiefeldern und sie ‘leben‘! Sie sind wie fliessendes Wasser, sie verändern sich in jedem Augenblick, sie bewegen sich und ich habe das Gefühl sie sprechen mit mir.“

 

Christine Salopek: Energiefelder

Christine Salopek: Energiefelder (Quelle)


Das obige Bild z.B. zeigt Energiefelder, filigrane Gebilde, wie Christine Salopek sie einzeln oder zusammen sieht. Es ist unschwer zu erkennen, dass viele der punkt- und fädenartigen Strukturen an Mouches volantes erinnern. Aus Sicht der Seher lassen sich Christine Salopeks dynamische „Energiefelder“ als entoptische Erscheinungen verstehen, die in einem Moment grosser Intensität schlagartig in ihr Bewusstsein gerückt sind und sich – durch ihre Bedeutungsgebung und Aufmerksamkeit darauf – seitdem entwickelt haben. Aufgrund des Erfahrungsberichts der Heilerin sowie anderer ihrer Bilder werden diese Phänomene zuweilen von visionären Bildern wie Gesichtern und von möglicherweise auch bekannten abstrakten Zeichen wie Kreuze, Halbmonde, Dreiecke etc. – von Christine „Symbole“ genannt – begleitet.

Im Verständnis von Christine Salopek sind es göttlich übermittelte, Wissen enthaltende Zeichen, mit denen sie heute arbeitet. Gemäss dem Wissen, das an sie übermittelt wurde, darf sie damit auf die Energiefelder anderer Lebewesen einwirken (durchaus auch in einem physiologischen Sinn, nämlich auf die DNS) und somit heilsames Wirken ermöglichen. Dies geschieht durch göttlich gelenkte Energieübertragung in ihren „Herzöffnungsseminaren“ und durch das Aufzeichnen „persönlicher Energiefelder“ auf Heilsteine – sofern Gott, den Christine als eigentlichen Akteur in diesem Prozess anerkennt, dies zulässt. In diesem Sinn sind auch die Engel im obigen Bild Teil der abstrakten seherischen und energieübertragenden Heiltätigkeit von Christine, die von sich selbst sagt: „Ich wirke im Glauben an Gott und in das Gebet.“

Links:

- Energie der Neuzeit. Webseite von Christine Salopek. www.christine-salopek.de (27.8.10)

 

Diese Bilder findet ihr z. T. auch in der Galerie sowie im Forum, wo sie zur Diskussion stehen. Ihr habt eigene Zeichnungen von Mouches volantes oder anderen entoptischen Phänomenen (Sternchen/Kreiselwellen, Nachbilder)? Oder ihr wisst von realistischen, künstlerischen und religiösen Darstellungen solcher Erscheinungen? Dann sendet mir das Bild oder gebt mir den Tipp, ich würde es gerne im Newsletter, in der Galerie oder auch im Forum veröffentlichen.

 

 

 

In eigener Sache


1) Veröffentlichungen von Floco Tausin

2) „Mouches Volantes – Eye Floaters“ als Ebook


1) Veröffentlichungen von Floco Tausin

Eine vollständige Liste mit allen bisherigen Veröffentlichungen (Monografien, Sammelbände, Zeitschriften) findet ihr auf der Website. Diese neu veröffentlichten Artikel könnt ihr im deutschen oder englischen Mitgliederbereich herunterladen.

 

Reine Magie: Was Augen sehen wenn sie nicht sehen
Sie schwirren und huschen durch unser Blickfeld: kleine Sternchen, transparente Kreise und schlängelnde Fäden. Am besten lassen sich diese sogenannten entoptische Phänomene mit dem Blick durch ein Mikroskop auf Kleinstlebewesen vergleichen. Unter Künstlern wird diese optische Erscheinung als Inspiration für ihre Werke genutzt, für andere sind sie ein Instrument der Meditation. Sind diese visuellen Erscheinungen ein interessantes Bindeglied zwischen Wissenschaft und Spiritualität, oder sind die schwirrenden Erscheinungen nur eine wissenschaftlich zu erklärende Illusion?

Veröffentlicht in:
- Freie Allgemeine, 12.7.10. www.freie-allgemeine.de (12.7.10)

 

Cocoons and fibers. Eye floaters as a source of inspiration for Carlos Castaneda?
The late anthropologist and cult writer Carlos Castaneda has substantially contributed to the emergence of a Western New Age shamanism. His books are, among other things, reports about various subjective visual phenomena, perceived during extraordinary states of consciousness. This article is an investigation of these significantly abstract and geometrical phenomena, resembling entoptic phenomena like eye floaters. It discusses the similarities of Castaneda’s bubbles, cocoons, lines and fibers, on the one hand, and floaters on the other, and asks about the possibility of Castaneda being inspired by eye floaters.

Published:
- A Spiritual Voice. New Age Spirituality for the 21st century. new-age-spirituality.com (12.7.10)
- Soulful Living. soulfulliving.com (21.7.10)
- VividLife: vividlife.me (6.9.10)
- Tarot Canada: tarotcanada.org (pdf-file) (8.9.10)

 

Das Prickeln des Yogi. Die Bedeutung der Gänsehaut in der indischen Tradition
Wir alle kennen dieses Prickeln auf der Haut, bei dem sich die Körperhärchen aufstellen, die so genannte „Gänsehaut“. Für die gelehrten Inder vergangener Jahrhunderte hatte dieses Phänomen gesundheitliche, sexuelle und vor allem spirituelle Bedeutungen. Die Gänsehaut wird dabei in ihrem ganzen Spektrum wahrgenommen: Sie kommt sowohl in positiven wie negativen, in profanen wie religiösen Situationen vor.

Veröffentlicht in:
- Visionen, Juli 2010: 12-14, www.visionen.com (12.7.10)

 



2) „Mouches Volantes – Eye Floaters“ als Ebook

Ab sofort steht den Lesern der englischen Ausgabe von „Mouches Volantes“ der Erwerb des Ebook zur Verfügung. Anfragen aus dem englischsprachigen Raum sowie die Beobachtung der Entwicklung des elektronischen Buches in dem angloamerikanischen Raum haben den Leuchtstruktur Verlag dazu bewogen, vorerst die englische Version des Buches als Ebook zu veröffentlichen. Das englische Ebook kann bei unserem Verteiler Smashwords oder auf der englischen Mouches-volantes-Webseite (www.eye-floaters.info) in den gängisten Formaten heruntergeladen werden. Die Listung in den Grossverteilern Apple, Barnes & Noble, Sony, Kobo, Amazon, the Diesel eBook Store und anderen folgt in Kürze.

Links:

- http://www.smashwords.com
- http://www.eye-floaters.info

 



Zu guter Letzt


Feedback des Quartals

Du musst wissen, dass dein eigenes Weltbild stimmt.

„Wie kann man nur so ein scheiss schreiben und das noch den leuten verkaufen?“

– Peter

 

Lieber Peter
ich kann dir sagen wie man das kann: du musst, erstens, wissen, dass dein eigenes Weltbild stimmt, auch wenn es anderen Ansichten völlig widerspricht. Und zweitens musst du bereit sein, dich mit diesen anderen Ansichten auseinanderzusetzen, sie auch in dein Weltbild integrieren, um dich auf diese Weise weiterentwickeln zu können. Der erste Punkt klappt bei dir schon recht gut, beim zweiten sehe ich noch Entwicklungspotential! Smile

 

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