Dennoch gibt es auch grundlegende Gemeinsamkeiten: Gemäss der Stringtheorie wie auch gemäss dem Sehen der Emmentaler Seher sind die Fundamente der Existenz fädenartige Objekte. Beim Sehen lassen sich zwar neben den Fäden auch Kugeln erkennen, doch die Seher sagen, dass aneindergereihte Kugeln in Wirklichkeit ein sich durch alle Bewusstseinsschichten ziehender Schlauch ist. So gesehen besteht die Leuchtstruktur aus Kugeln, die Fäden bilden – solchen, die sich in den einzelnen Bewusstseinsschichten bewegen, und solchen, die die Schichten miteinander verbinden, ähnlich wie manche Strings Branen verbinden (siehe unten). Als Fundamente der Existenz sind weder die Strings noch die Leuchtfäden etwas Stoffliches oder Substanzielles. Sondern es handelt sich um eine dynamische Struktur, die Energie – oder Bewusstsein – auf eine bestimmte Weise organisiert, um dadurch das Stoffliche hervorzubringen. In der Stringtheorie entsteht das materielle Universum aus den Schwingungszuständen der Strings, und zwar aus den tiefstmöglichen Vibrationen; höherenergetische Vibrationen erzeugen höherenergetische Teilchen, die aber in unserem Universum nicht stabil existieren. Ähnlich ist Materie für die Seherinnen und Seher eine Verdichtung von Bewusstseinslicht: Sie berichten, wie in intensiven Bewusstseinszuständen das Geflecht der Leuchtstruktur so vordergründig wird, dass die physische Welt nur noch in den weniger energetischen Randbereichen der Leuchtkugeln und Leuchtfäden existiert, wo sie unablässig entsteht und vergeht. Ausserdem sind sowohl Strings als auch die Leuchtfäden »quantisiert«, d.h. sie können nur ganz bestimmte Energieniveaus haben. So haben Strings keine kontinuierlichen, sondern diskrete Schwingungsmodi, aus denen diskrete Werte für Massen, Spins und Ladungen bzw. die damit assoziierten Elementarteilchen folgen. Im Sehen wiederum zeigt sich die Quantisierung einerseits im Sprung des Bewusstseinslicht von Faden zu Faden, anderseits im Zoomeffekt, der die Grösse und Leuchtkraft eines Fadens bestimmt und mit der Bewusstseinsintensität des Sehers korrespondiert (vgl. Tausin
2006 sowie
News 1/14). Je nach Energiezustand erscheinen Strings und Leuchtfäden auch kompakter und steifer, oder aber ausgedehnter und beweglicher – im Fall des Sehens abhängig von der Konzentration und Intensität der Seherin, im Fall der Strings abhängig von der Spannung, die die Fluktuation und die Schwingung bestimmt. Energetische Fäden sind also ein zentrales strukturelles Merkmal sowohl im Bewusstseinsraum als auch im physischen Raum.
Branen und Bewusstseinsschichten
Geschlossene Strings bewegen sich im hyperdimensionalen Raum, während offene Strings die Existenz von Branen erfordern. Offene Strings heften an Branen, bewegen sich entlang der Branen und verbinden Branen. Geschlossene Strings bewegen sich zusätzlich zwischen den Branen. Branen werden vereinfachend als Schichten dargestellt, doch handelt es sich um mehrdimensionale Objekte, die eine Spannung und eine Ladung haben, sich im Raum bewegen, schwingen, fluktuieren, miteinander wechselwirken und sogar kollidieren können. Durch ihre Konfiguration oder Anordnung bestimmen sie die Physik, bzw. das Teilchenspektrum eines Universums mit. Je mehr Dimensionen eine Brane hat, desto höher ist ihre Gesamtenergie, die sie speichern und abgeben kann.